[Rezension] Der Fall Jane Eyre – Jasper Fforde

Rezension

Der Fall Jane Eyre

 

Worum gehts

Eine Welt, in der Literatur so wichtig genommen wird, dass es dafür sogar eine Spezialpolizei gibt – das klingt nicht nur für uns Bücherfreunde wie ein Paradies. Thursday Next lebt in einer solchen Welt. Zeppeline statt Flugzeugen in der Luft? Ein über 100 Jahre währender Krim-Krieg? Menschen, die die Zeit einfrieren können? Haustiere zum Selberbasteln? Alles ganz normal in diesem alternativen Universum. Thursday Next ist Geheimagentin und stets Literaturverbrechern auf den Fersen. Allerdings beschränken sich diese Verbrechen meist auf Fälschungen großer Werke. Als aber eines Tages ein Originalmanuskript von Charles Dickens gestohlen und eine darin vorkommende Nebenfigur plötzlich ermordet aufgefunden wird, steht Thursday Next vor der größten Herausforderung ihrer Karriere. Sie weiß, wer hinter den Verbrechen steckt und riskiert sogar ihr eigenes Leben, um den Schurken zur Strecke zu bringen. Dieser plant allerdings schon seinen nächsten großen Coup: Er will Jane Eyre aus dem weltberühmte Roman von Charlotte Brontë entführen.

Was mir gefallen hat

Der Fall Jane Eyre ist nicht wie all die anderen Bücher, die ich bis jetzt gelesen habe. Es ist vollkommen anders und in jeder Weise einzigartig. Eine Liebeserklärung an Sprache und Literatur. Ich muss zugeben, dass ich in diesem Genre noch grün hinter den Ohren bin. Aber gleichzeitig bin ich mir auch sicher, dass Jasper Fforde mit diesem seinem Werk (und all den Nachfolgeromanen um die Heldin Thursday Next) eine Welt erschaffen hat, die fantastischer nicht sein könnte. Ich möchte mich weit aus dem Fenster lehnen und Fforde an dieser Stelle als wahres Genie bezeichnen. Er zeigt uns mit jeder Seite in diesem Buch, jedem Wort und jeder noch so kleinen Idee, wozu der menschliche Verstand, die menschliche Fantasie und vor allem die Literatur in der Lage sind. Dieser Roman lebt von der Welt der Bücher und es machte auf mich nicht nur einmal den Eindruck, als ob die Figuren als Geschichten existieren – das klingt seltsam, ich vermag es aber nicht besser in Worte zu fassen. Was ich damit meine, wird spätestens im zweiten Band (In einem anderen Buch) deutlich – Stichwort: Fußnotophon.

Was ich nicht so gut fand

Im Großen und Ganzen muss ich sagen, dass es eigentlich nichts gibt, was mir an diesem Buch nicht gefallen hat. Einzig zu erwähnen wäre, dass die Entführung der Jane Eyre tatsächlich erst sehr spät in der Geschichte stattfindet und das Augenmerk zunächst auf anderen Dingen liegt, die aber alle selbstverständlich nötig sind, um zur eigentlichen Entführung zu gelangen. Dafür gebe ich keinen Punkt Abzug, ich wurde zwischendurch nur etwas ungeduldig 😉

 

Fazit

Schräg, schrill und einfach fantastisch! Dieses Buch hat einfach alles. Es ist ein Thriller, eine Liebeserklärung an die Literatur, ein durch und durch fantastisches Werk und der Humor kommt natürlich auch nicht zu kurz. Jede Idee, die in diesem Buch steckt, fasziniert und zeigt sehr deutlich, wozu die menschliche Fantasie in der Lage sein kann, wenn man sie richtig einsetzt. Ein spannendes, mitreißendes und beeindruckendes Buch, das jeder Literaturliebhaber gelesen haben muss!

Der Fall Jane Eyre hat es definitiv auf Anhieb in meine Favoriten-Liste geschafft und bekommt deshalb die Favoriten-Sterne (und sowieso alle Sterne des Universums) von mir!
Bewertung

top herz

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