Nerd-Time! Heute: Doctor Who

Rezension

Heute, live in und Farbe: meine erste Serien-Rezension! Obwohl, naja, von einer Rezension kann man nicht unbedingt sprechen, denn ich möchte eigentlich nur von dieser Serie schwärmen :]

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Quelle: bbcamerica.com

Es ist nicht lange her, als ich meine erste Folge Doctor Who gesehen habe, trotzdem kann ich mich nicht mehr recht erinnern, was mich eigentlich dazu getrieben hat. Aber es war definitiv eine der besten Entscheidungen meines Lebens, denn ich LIEBE diese verrückte und überbritische Science-Fiction-Serie!

DasWichtigste

Doctor Who ist nicht erst gestern frisch geschlüpft, ganz im Gegenteil: Die erste Folge lief im Jahr 1963. Produziert wird sie von der BBC und der Sender leistet auch heute noch ganze Arbeit. Bis 1989 entstanden 26 Staffeln mit insgesamt 695 Episoden. Nach einer kurzen langen Pause nahm BBC die Produktion im Jahr 2005 dann erneut auf. Bis heute bescherte uns der Sender neun weitere Staffeln, also insgesamt 35. Wow!

Doctor Who ist die erfolgreichste Science-Fiction-Serie aller Zeiten und wer nicht weiß, worum es eigentlich geht, der wird sich fragen: Wie ist das denn überhaupt möglich? Ganz einfach: Mit einem simplen Trick.

Worum gehts

Der „Doktor“ ist die Hauptfigur dieser Serie. Man darf diese Bezeichnung aber auf keinen Fall mit dem uns alles bekannten akademischen Beruf verwechseln. „Doktor“ ist vielmehr sein Eigenname. Jedenfalls wird er so von jedermann genannte. Einen „richtigen“ Namen hat er aber auch, den will er jedoch bis dato nicht verraten und das ist auch gut so.

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Quelle: grabcad.com

Der Doktor ist ein Außerirdischer, ein sogenannter Timelord vom Planeten Gallifrey, den er aber irgendwie aus Versehen oder absichtlich im Großen Zeitkrieg in die Luft gejagt hat. Er sieht aus wie ein Mensch, trägt aber zwei Herzen in seiner Brust und ist über 900 Jahre alt. Gemeinsam mit seinem Raumschiff, der TARDIS (=Time and Relative Dimension in Space), die aussieht wie eine alte englische Polizei-Notrufzelle, reist er durch Raum und Zeit. Dies tut er aber niemals alleine, denn er hat immer einen menschlichen Begleiter – oder meist eine Begleiterin – an seiner Seite.

Das Trickreiche an Timelords: Sie können nicht wirklich sterben. Anstatt zu sterben, regeneriert sich der Körper nämlich und bekommt immer wieder ein neues Aussehen, eine neue Mentalität, ein neues Gesicht. Und hier liegt der ganze Zauber: Weil sich der Doktor immer wieder regeneriert und ein neues Gesicht bekommt, können immer wieder neue Schauspieler für den Doktor eingesetzt und die Serie somit über Jahrzehnte hinweg fortgesetzt werden. Insgesamt gibt es damit bereits 13 verschiedene Doktoren. Aktuell spielt der Schotte Peter Capaldi den Doctor. Seine Begleiterin: Jenna Coleman, a.k.a. Clara Oswald, „the impossible girl“.

Der Doktor und seine Begleiterin erleben immer wieder aufs Neue gefährliche, irrwitzige und trickreiche Abenteuer und haben den Planeten Erde schon dutzende Male vor dem Untergang bewahrt. Aber auch fremde Planeten werden regelmäßig vom Doktor gerettet. Nur für seine Heimat Gallifrey kam jede Hilfe zu spät. Im ewig währenden Zeitkrieg, sah er Doktor keinen anderen Ausweg, als seinen eigenen Planeten und sein eigenes Volk zu vernichten, da nur so seine Erzfeinde, die Daleks, zerstört werden konnten.

Werspieltmit

Im Laufe der Jahre gab es natürlich ein Dutzend Schauspieler, die den Doktor verkörperten. Da er die Hauptperson dieser Serie ist, hier eine kleine Liste:

Alte Serie:
1. Doktor: William Hartnell (1963-1966)
2. Doktor: Patrick Throughton (1966-1969)
3. Doktor: Jon Pertwee (1970-1974)
4. Doktor: Tom Baker (1974-1981)
5. Doktor: Peter Davison (1982-184)
6. Doktor: Colin Baker (1985-1986)
7. Doktor: Sylvester McCoy (1987-1989)
8. Doktor: Paul McGann (1996, Film)
War Doctor: John Hurt (2013)

Neue Serie:
9. Doktor: Christopher Eccleston (2005)
10. Doktor: David Tennant (2005-2010)
11. Doktor: Matt Smith (2010-2013)
12. Doktor: Peter Capaldi (2014 – )

Die Begleiter des Doktors wechseln ständig. Meist handelt es sich um gutaussehende junge Frauen – worüber sich schon einige Menschen beschwert haben – aber es waren auch schon ganz andere Persönlichkeiten mit dem Doktor in der TARDIS unterwegs.

Die Liste der Begleiter(innen) ist lang. Da ich – und hier bin ich ehrlich – bis jetzt nur die neuen Staffeln (ab 2005) kenne, stelle ich hier kurz die seitdem wichtigsten Companions vor:

  • Rose Tyler (gespielt von Billie Piper). Die erste Begleiterin des neunten Doktors. Anfangs etwas naiv, später aber definitiv unverzichtbar und stark. Eine bessere Partnerin – im doppelten Sinne – konnte ich mir für den neunten und zehnten Doktor nicht vorstellen.
  • Captain Jack Harkness (gespielt von John Barrowman). Captain, mein Captain! Einer der besten Begleiter, smart, verrucht und irgendwie unsterblich. Und dabei ganz besonders nett anzusehen 😉
  • Donna Noble (gespielt von Catherine Tate). Eine resolute Frau, wenn auch schon etwas älter. Ich konnte mich mit ihrer Art nie recht anfreunden, aber unsympathisch war sie mir deshalb nicht. Bei ihr weiß man halt, wer die Hosen anhat!
  • Martha Jones. Eine junge Ärztin mit Abenteurgen.
  • Wilfried Mott, Donnas Großvater. Ein wenig naiv und schlussendlich wohl auch für den „Tod“ des Doktors verantwortlich, aber wir haben den tapferen alten Mann doch alle ins Herz geschlossen, nicht wahr?
  • Amelia „Amy“ Pond (gespielt von Karen Gillan) und Rory Williams (gespielt von Arthur Darvill). Das erste Gesicht, das der 11. Doktor sah und der Junge, der 2000 Jahre wartete. Ein Liebespaar und die Begleiter des elften Doktors. Neben Rose Tyler meine persönlichen Lieblings-Companions.
  • River Song (gespielt von Alex Kingston). Begleiterin, Mörderin und Ehefrau des elften Doktors.
  • Clara Oswald (gespielt von Jenna Coleman). Die aktuelle Begleiterin des 12. Doktors. Ein wenig naiv und eingebildet, wie ich finde. Aber definitiv ganz besonders taff.

Woanfangen

Das ist eigentlich vollkommen egal. Im Prinzip kann man bei jeder beliebigen Folge einsteigen, da man sehr schnell in die Materie hineinkommt. Am besten eignen sich aber die jeweils ersten Folgen der jeweiligen Staffeln.

Meine Empfehlung:

Staffel 3, Episode 10: Nicht blinzeln (Original: Blink)
Staffel 5, Episode 1: Fünf vor Zwölf (The Eleventh Hour)
Staffel 1, Episode 9: Das leere Kind (The Empty Child)
Staffel 1, Episode 10: Der Doktor tanzt (The Doctor Dances)
Staffel 4, Episode 17: Das Ende der Zeit (1) (The End of Time)
Staffel 4, Episode 18: Das Ende der Zeit (2) (The End of Time)

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Außer den eben bereits genannten Episoden gibt es eine ganze Reihe (und es könnten vielleicht sogar noch mehr sein!) anderer Folgen, die man auf keinen Fall verpassen sollte. Hier meine persönlichen Favoriten:

Staffel 1, Episode 12: Böser Wolf (Bad Wolf)
Staffel 1, Episode 13: Getrennte Wege (The Parting of the Ways)
Staffel 2, Episode 4: Das Mädchen im Kamin (The Girl in the Fireplace)
Staffel 2, Episode 13: Weltuntergang (Doomsday)
Staffel 4, Episode 8: Tödliche Stille (Silence in the Library)
Staffel 4, Episode 9: Wald der Toten (Forest of the Dead)
Staffel 4, Episode 12: Die gestohlene Erde (The Stolen Earth)
Staffel 4, Episode 13: Das Ende der Reise (Journey’s End)
Staffel 5, Episode 4: Zeit der Engel (The Time of the Angels)
Staffel 5, Episode 5: Herz aus Stein (Flesh and Stone)
Staffel 5, Episode 10: Vincent und der Doktor (Vincent and the Doctor)
Staffel 5, Episode 12: Die Pandorica (The Pandorica Opens)
Staffel 5, Episode 13: Der große Knall (The Big Bang)
Staffel 6, Episode 1: Der Astronaut, den es nie gab (The Impossible Astronaut)
Staffel 6, Episode 2: Tag des Mondes (The Day of the Moon)
Staffel 6, Episode 7: Demons Run (A Good Man Goes to War)
Staffel 7, Folge 5: Die Macht des Wortes (The Angels Take Manhattan)
Staffel 7, Folge 14: Der Name des Doktors (The Name of the Doctor)

Warumliebeichdieserie

Von der ersten Minute an hat mich Doctor Who begeistert. Die Serie hat meiner Meinung nach einfach alles: Drama, Action, viel Science Fiction, Humor, Liebe, Fantasie und Spannung. Jede Episode ist irgendwie anders, was vor allem auch an den Schreibern der einzelnen Folgen liegt. Hier haben beispielsweise schon Literaturgrößen wie Ben Aaronovitch (Die Flüsse von London), Douglas Adams (Per Anhalter durch die Galaxis) oder Neil Gaiman (Ein gutes Omen, zusammen mit Terry Pratchett) ihre Feder tanzen lassen. Der Hauptschreiber der Serie, Steven Moffat, erzählt die Geschichten des Doktors wie kein anderer und lässt dabei keinen Plot Twist, keine Verstrickung und erst recht keine intelligente Lösung aus. Das beste Beispiel für seine hervorrage Arbeit: River Song. Eine Hauptfigur, die Moffat dadurch in die Serie einführt, indem er sie erst einmal abschlachtet. Ungewöhnlich, aber es funktioniert! Und nirgendwo würde es besser funktionieren, als im Doctor-Who-Universum. Mehr verrate ich an dieser Stelle nicht: Spoilers 😉

Aber nicht nur die unfassbar fantastischen Stories machen diese Serie zur – meiner Meinung nach – besten Serie aller Zeiten. Auch die Musik ist für die ein oder anderen Gänsehaut-Momente verantwortlich. Bis zur siebten Staffel der neuen Serie war das Musik-Genie Murray Gold für den epischen Soundtrack verantwortlich. Gemeinsam mit dem BBC National Orchestra kreierte er Stücke, die bis tief unter die Haut gehen und den Hörer in eine Welt tragen, die weit über Doctor Who hinausgeht. Die – meiner Meinung nach – besten Meisterstücke findet ihr hier:

Vale Decem (Staffel 4, aus. Das Ende der Zeit)
Doomsday (Staffel 2, aus: Weltuntergang)
Together or Not At All – The Song of Amy and Rory (Staffel 7, aus: Die Macht des Wortes)
Remember Me (Staffel 7, aus: Der Dalek in dir)
Words Win Wars (Staffel 5, aus: Die Pandorica)
The Long Song (Staffel 7, aus: Die Ringe von Akhaten)
The Greatest Story Never Told (Staffel 4, aus: Wald der Toten)
Goodbye Pond (Staffel 7, aus Die Macht des Wortes)

Neben der fantastischen Musik und den unverwechselbaren Stories überzeugt mich persönlich aber auch noch eins: Die Serie hat einen wunderbaren britischen Touch. Da sie von der BBC produziert wird, ist der Haupthandlungsort natürlich London und für mich als absoluten England- und Londonfan ist das natürlich das Non plus Ultra.

Natürlich hat auch Doctor Who seine Schwachstellen. Das muss sogar ich als eingefleischter Whovian sagen. Manche Stories dienen schlicht als Lückenfüller und danach spricht auch nicht wirklich wieder jemand über sie, wie beispielsweise „Liebe und Monster“ (Love and Monsters) aus Staffel 2. Die Idee dahinter fand ich beispielsweise gar nicht mal schlecht, aber… naja… lassen wir das einfach J

Auf jeden Fall ist Doctor Who eine wirklich zu empfehlende Serie und für jeden SciFi-Freak, Drama-Lieber und Fantasten ein absolutes Muss. Also, Allons-y und ran an den Speck!

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8 Gedanken zu “Nerd-Time! Heute: Doctor Who

    • Hey 🙂 Das freut mich aber, dass ich da endlich mal eine Gleichgesinnte gefunden hab! Es ist irgendwie schwierig, die Leute in meinem Umfeld für DW zu begeistern 😉 Ja ich schaue auch schon die neunte Staffel. Du auch? Wie findest du Peter Capaldi?? Ich bin ja manchmal ein bisschen skeptisch, er ist einfach viel düsterer als Matt Smith. Bin schon auf die nächste Folge gespannt 🙂

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      • Also am Anfang mochte ich ihn überhaupt nicht, aber mit dem Beginn der neunten Staffel wurde er mir langsam sympathischer 🙂 Ich fand auch seinen Auftritt mit der E-Gitarre super 😀
        Ich gucke DW mit meinem Mann zusammen, aber sonst interessiert das auch niemanden. Ich verstehe gar nicht wieso! 😉
        Ich freu mich auch schon auf die nächste Folge 🙂

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      • Ich mochte ihn schon seit dem neunten Doctor total gern, am liebsten mochte ich den elften, MAtt Smith 🙂 Er hatte einfach die besten Stories finde ich. Einfach fantastisch! Und der Auftritt des 12. mit der E-Gitarre war echt episch 😉
        Du Glückliche! Ich muss meinen Mann immer zwingen, DW mit mir zu schauen. Und wenn ich das schaffe, sitzt er nur vollkommen verwirrt daneben 😀

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  1. Mhh…irgendwie kann ich gar nicht auf deinen letzten Kommentar antworten, also schreibe ich einfach einen neuen 😉
    Ich mag Matt Smith auch wirklich gerne, aber meine Lieblingsfolgen sind die mit David und Rose 🙂
    Wenn du magst, können wir gerne nach der nächsten Folge über die Folge fachsimpeln 🙂

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    • Jetzt war ich ein paar Tage nicht online… Hast du die neue Folge schon angesehen? Ich werde das heute Abend nachholen denke ich 🙂 Dann können wir gerne ein wenig fachsimpeln! 🙂

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  2. Wow, das hast du wunderbar zusammengefasst! In jeder Folge gibt es etwas neues, eine spannende Geschichte, die für Ersteinsteiger wunderbar ist, aber meistens gibt es auch Insider, die man nur versteht, wenn man die Serie chronologisch guckt. Wenn ich mit der neunten Staffel fertig bin, muss ich auch unbedingt die alten Staffeln gucken, an die habe ich mich bisher noch nicht herangewagt, die Anzahl der Episoden wirkt erdrückend. Und wunderbar! 🙂 So viel zu verschlingen! Hat jemand die alten gesehen? Wie unterscheiden sie sich von den neuen?

    ~*Plus

    Gefällt 1 Person

    • Danke 🙂 Doctor Who ist wirklich toll! Meine Lieblingsfolgen schaue ich auch immer und immer wieder an, und manchmal gibt es auch eine Folge, die ich noch gar nicht kenne – da frage ich mich manchmal, wie sowas überhaupt möglich ist 😀
      Die alten habe ich leider noch nicht gesehen! Ich muss das aber unbedingt mal nachholen. Ich weiß nicht, inwiefern sie sich von den neuen unterscheiden, aber ich denk mal, dass es einfach ein ganz anderes Feeling ist 😉
      Liebe Grüße!

      Gefällt 1 Person

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