Cat Content: Das Tagebuch des täglichen Katzenwahnsinns.

Das Tagebuch des täglichen Katzenwahnsinns

„Oh nein, jetzt geht es hier schon wieder um Katzen!“ – ich weiß. Und es tut mir leid. Aber ich musste schon vor einiger Zeit feststellen: Es geht immer nur um eins. Nämlich Katzen.

Wenn man sich bewusst dafür entscheidet, der Mitbewohner einer oder mehrerer Katzen zu sein (und ich sage hier bewusst, ICH bin der Mitbewohner dieser Tiere – nicht umgekehrt!), dann muss man auch mit den Konsequenzen leben können. Das kann ich durchaus, aber die beiden Monster überraschen mich doch jeden Tag wieder.

Wie so ein typischer Katzentag so aussieht? Seht selbst:

00:31 Uhr
Seelige Stille. Der Kater schläft auf dem Fensterbrett über dem Bett.
Von der Katerin keine Spur. Langsam, aber sicher sinke ich in den ersehnten Schlaf. Und plötzlich: Mau! Katerin steigt mit ihren spitzen, knochigen Beinen auf mir herum. In meinen Bauch, in meine Brust, in meinen Ha… grglgrgrlgrl…ls. Wie jede Nacht entkomme ich knapp der Erdrosselung durch Katzenbeine.
Ich setze sie hinunter, schlafe weiter.

00:33 Uhr
Mau! Schnurren. Sabbern. Knutschen. Katzensabber in den Mund bekommen. Würge einmal kurz, dann geht’s wieder.

01:14 Uhr:
Ich muss auf Toilette. Dringend. Also rolle ich aus dem Bett, schlurfe halb blind Richtung Badezimmer. Kater und Katerin hinter mir her. Werde auf der Toilette sitzend umschmust. Zurück ins Bett, schaffe es aber nicht, vor den Monstern unter die Decke zu schlüpfen. Die Katzen schlafen jetzt in meinem Bett, ich auf dem Fensterbrett.

02:04 Uhr:
Bett zurückerobert.

03:47 Uhr:
Mau! Kuscheln. Sabbern. Wieder Katzensabber im Mund. Wieder kurz gewürgt. Katerin gestreichelt, dann zum Ehemann rübergesetzt. Jetzt hat er das Problem.

05:13 Uhr:
Kater kratzt am Lederbett. Werfe ihm aus dem Zimmer, Katerin folgt ihm.

05:57 Uhr:
MAUMAUMAUMAUMAUMAUMAUMAUMAUMAUMAUMAUUUUUU! 
Übersetzung: STEHENDLICHAUFWIRSINDKURZVORMVERHUNGERN!
Ich stehe auf.

05:59 Uhr:
Ich stelle den Katzen eine frische Portion leckeren Thunfisch vor die Nase. Kurz geschnuppert, ein verwirrter Blick zu mir. Uninteressant.

06:15 Uhr:
Stehe mit Kater unter der Dusche.

06:45 Uhr:
Endlich Frühstück. Heute gibt’s Toastbrot mit Kater.

07:34 Uhr:
Wir sind spät dran! Schnell anziehen, ab ins Auto und zur Arbeit!!! SCHNELL!!

07:35 Uhr:
Kater muss kacken. Ehemann leert das Katzenklo aus.
Jetzt aber schnell raus aus dem Haus!

07:36 Uhr:
Katerin muss kacken.

07:37 Uhr:
Oh, doch nicht. Dann können wir ja endlich gehen.

07:38 Uhr:
Katerin kackt.

07:43 Uhr:
Beim Versuch, das Haus zu verlassen, stellt der Kater sich vor die Tür und lässt uns nicht raus.

08:09 Uhr:
Kommen zu spät zur Arbeit.

17:03 Uhr:
„Ich vermisse unsere kleinen Räuber. Lass uns nach Hause fahren!“

17:39 Uhr:
Ich: „Hallo Katzen! Wir sind zuhause und haben Euch riiiieeeesig vermisst!“
Katzen: „Das ist ja ganz interessant, aber Ihre Gesichter sagen uns jetzt spontan nichts.“

17:41 Uhr:
Ich betrete den Flur.

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17:42 Uhr:
Ich räume den Flur auf.

17:48 Uhr:
Ich betrete die Küche.
Katerin, 11 Monate alt, stolz wie Oskar: „Guck mal, das hab ICH gemacht!“

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Ich räume die Küche auf.

17:59 Uhr:
Ich betrete das Wohnzimmer.

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WAS ZUM GEIER?!

18:03 Uhr:
Katerin kackt.
Ehemann: „Komm, Kater, geh du auch gleich auf’s Klo!“
Kater: „Gengareng.“ (Übersetzung: Neee, muss grad nich‘)
Ehemann leert Klo aus.

18:05 Uhr:
Kater kackt.
Ehemann leert Klo aus.

18:09 Uhr:
Katerin kackt nochmal.

18:19 Uhr:
Spielzeit. Kater hängt an Garderobe.

18:23 Uhr:
Kater sitzt in Handtasche.

18:44 Uhr:
Kater steckt in der Unterwäscheschublade.

18:49 Uhr:
Kater sitzt im Kühlschrank.

19:11 Uhr:
Kater steckt hinter Regalen fest.
„Menschentier, ich verlange deine Mithilfe!“

20:00 Uhr:
Kater und Katerin schlafen.

22:00 Uhr:
Kater und Katerin schlafen immer noch. Schnell ins Bett, damit sie nix merken!

22:01 Uhr:
Kater und Katerin treiben wieder ihr Unheil. Kein Schlaf in Sicht.

00:31 Uhr
Seelige Stille. Der Kater schläft auf dem Fensterbrett über dem Bett.
Von der Katerin keine Spur.

Anmerkungen:
Die Bilder stammen natürlich nicht von einem einzigen Tag, sondern aus dem Album „Katzenchaos“ auf meinem Handy – und allein die Tatsache, dass ich ein Album mit diesem Titel angelegt habe, sagt eigentlich schon alles.

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2 Gedanken zu “Cat Content: Das Tagebuch des täglichen Katzenwahnsinns.

  1. Ich kenne die meisten Szenarien nur zu gut. Haben auch einen Kater und eine Kätzin. Und da ist einfach immer Chaos und etwas los. Unsere Kätzin kommt auch mal gerne mit in die Dusche..kein bisschen Wasserscheu:D
    Liebe Grüße, Marjana

    Gefällt mir

    • Schön zu hören, dass nicht nur meine Katzen riesengroße Wasserratten sind! 😀 Aber mein Kater mag tatsächlich die Dusche am liebsten und vor der Badewanne hat er Angst. Bei meiner Kätzin ist das genau andersrum. Sie hängt immer halb mit im Badewasser und lässt sich durch nichts davon abbringen! 🙂

      Gefällt 1 Person

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