[Rezension] Bedenke Phlebas – Iain Banks

Rezension

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Proxima

Worum gehts

Die KULTUR ist eine nahezu perfekte Gesellschaft, die in weiter Zukunft von Menschen und anderen humanoiden Wesen begründet wird. Die Freiheit des Einzelnen steht an vorderster Stelle, was es zunehmend schwieriger macht, einheitliche politische Ziele zu verfolgen. Die streng religiösen Idiraner stellen die Gegenbewegung zur KULTUR dar. Die Hauptperson, der Wandler Bora Horza Gobochul hat sich den Zielen der Idiraner angeschlossen. Zusammen mit der Mannschaft eines gekaperten Schiffs macht er sich auf die Suche nach einem Gehirn, einer unendlich wertvollen Recheneinheit der KULTUR, die an einem Planeten am Ende der Galaxie verloren gegangen ist.

Was mir gefallen hat

Bedenke Phlebas ist eine Space Opera in Reinform. Iain Banks weiß zu unterhalten und schafft den Spagat zwischen dem Einzelschicksal Horzas und der rätselhaften KULTUR-Gesellschaft ohne Probleme. Als Leser wagt man gar nicht, Partei zu ergreifen, was das Ganze einfach unheimlich spannend macht. Die Nebencharaktere Kapitän Kraiklyn und die KULTUR-Agentin Perosteck Balveda haben mir besonders gut gefallen. Banks zeichnet diese Persönlichkeiten auf ganz besondere und eingehende Weise. Auch das Universum wird sehr detailliert dargestellt und im Anhang des Romans sogar nochmal durch weitere Details über Personen und die politische und gesellschaftliche Situation ausgebaut.

Was ich nicht so gut fand

Banks Schreibstil ist in der Tat ein wenig langatmig und anstrengend. Man braucht wirklich viel Ausdauer, um sich durch die 768 Seiten zu kämpfen, da man stets aufmerksam bleiben muss, um wichtige Details nicht zu verpassen. Zudem musste ich mich stets fragen, warum die Story ausgerechnet aus der Perspektive von Horza erzählt wird, da er zu Beginn als relativ unsympathischer Charakter eingeführt wird.

Fazit

Bedenke Phlebas ist definitiv ein Must-Have für alle SciFi-Fans und ein richtig guter Einstieg in das KULTUR-Universum, zu dem es noch viele weitere Romane gibt. Es ist anspruchsvoll, philosophisch und doch unterhaltsam. Ohne zu viel zu verraten: An manchen Stellen merkt man doch, dass Iain Banks überzeugter Schotte ist 😉

Bewertung

4 herzen

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