[Book Journal] Ein ganz neues Leben – Jojo Moyes

 

Book Journal

Ein ganz neues Leben 2Autor: Jojo Moyes
Titel: Ein ganz neues Leben
Verlag: Wunderlich
Preis: 19,95€ (Hardcover)
ISBN-13: 978-3805250948

Worum gehts

Sechs Monate hatten Louisa Clark und Will Traynor zusammen. Ein ganzes halbes Jahr. Und diese sechs Monate haben beide verändert. Lou ist nicht mehr das Mädchen aus der Kleinstadt, das Angst vor seinen eigenen Träumen hat. Aber sie führt auch nicht das unerschrockene Leben, das Will sich für sie gewünscht hat. Denn wie lebt man weiter, wenn man den Menschen verliert, den man am meisten liebt? Eine Welt ohne Will, das ist für Lou immer noch schwer zu ertragen. Ein einsames Apartment, ein trister Job am Flughafen – Lou existiert, aber ein Leben ist das nicht. Bis es eines Tages an der Tür klingelt – und sich eine Verbindung zu Will auftut, von der niemand geahnt hat. Endlich schöpft Lou wieder Hoffnung. Hoffnung auf ein ganz neues Leben. (Verlag)

Kaufgrund

Ich glaube, zu meinem Kaufgrund muss ich nicht besonders viel sagen. Ich habe den Vorgängerroman Ein ganzes halbes Jahr geliebt und am Ende Sturzbäche geheult. Eine wunderbare Geschichte, die mich in Gedanken noch viele Wochen begleitet hat. Da ist es natürlich klar, dass ich vor Freude in die Luft sprang, als ich erfahren habe, dass es eine Fortsetzung geben wird! Ich konnte es kaum erwarten, dieses Buch in meinen Händen zu halten, und habe auch direkt mit dem Lesen begonnen…

Erster Eindruck

…um dann schnell festzustellen, dass ich mich durch die Seite quäle. Anfang Oktober stieg ich mit der ersten Seite ein. Die ersten 30 Seiten hatte ich durch, dann nochmal 20. Hmm, ich brauch‘ eine Pause. Dann habe ich es nicht mehr angesehen und zwischenzeitlich ein anderes Buch gelesen. Nach zwei Wochen habe ich es dann wieder aufgeschlagen. Die nächsten 30 Seiten, noch ein Kapitel. Hmm, irgendwie ist es nicht so prickelnd.

Mittlerweile bin ich nach fast 6 Wochen (!!!!) Lesezeit bei Seite 259 von 500 angekommen und muss erschreckend feststellen: Es reißt mich nicht vom Hocker.

Die Protagonistin Louisa Clarke war für mich schon im ersten Teil eine wunderbare Person. Schrill, lustig, liebenswert. Auch bei der Fortsetzung empfinde ich noch sehr große Sympathie für sie, aber man merkt auch deutlich, dass sie nicht mehr der lebensfrohe Mensch ist, der sie zuvor war. Will, ihre große Liebe, ist tot, hat sich selber dazu entschieden, seinem Leben ein Ende zu setzen. Und Lou konnte nichts dagegen unternehmen, nur zusehen und leiden. Kein Wunder also, dass ihr Leben nach Ein ganzes halbes Jahr nicht gerade mit Jubel, Trubel, Heiterkeit erfüllt ist. In Ein ganz neues Leben versucht Lou nun, wieder ins Leben zurückzufinden. An und für sich finde ich, dass es eine sehr schöne Idee ist, über diesen Prozess einen weiterführenden Roman zu schreiben. Aber das, was in Lous Leben nun geschieht, halte ich hin und wieder doch für sehr überzogen. Plötzlich steht eine gewisse Person (mehr verrate ich jetzt nicht) vor ihrer Haustür. Wo kommt sie plötzlich her? Was will sie? Wieso, weshalb warum? Die Antworten auf diese Fragen sind für mich teilweise sehr an den Haaren herbeigezogen und auch die „Abenteuer“, die Lou mit dieser Person fortan erlebt, sind zwar definitiv nicht übertrieben oder „unwahr“, aber irgendwie… unglaubwürdig. Es fällt mir gerade sehr schwer, die richtigen Worte für das zu finden, was mir beim Lesen momentan so durch den Kopf geht. Es fühlt sich irgendwie nicht richtig an, aus der Luft gegriffen, erzwungen. Da frage ich mich mittlerweile, ob diese Weiterführung/Fortsetzung der Geschichte wirklich nötig war. Klar, man macht sich Gedanken darüber, was wohl aus Lou, ihrer Familie und Wills Familie nach dessen Tod geworden ist. Aber momentan denke ich einfach, dass sich die Leser nach Ein ganzes halbes Jahr selber hätten ausmalen können, was nach diesem traurigen Ende noch passiert.

Zwischenstand:
Ich bin ein wenig enttäuscht. Ein ganz neues Leben ist nicht mehr so zackig, locker und unheimlich traurig, wie es sein Vorgänger war. Die Geschichte bewegt sich auf einer sehr monotonen, traurig-gefühllosen Ebene. Kein Auf, kein Ab, sondern nur eine gewisse Person, die von Stimmungsschwankungen getrieben ein wenig miese Laune in Louisas Alltag bringt, und – ja, wie sollte es denn auch anders sein – eine kleine Liebesgeschichte. Oder besser gesagt: Ein kleines Liebesdebakel.

Ich wünsche mir sehr, dass in der zweiten Hälfte noch etwas passiert, was mich mitreißen wird. Es wäre wirklich schade, wenn die restliche Geschichte genauso erzwungen weiterplätschert.

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3 Gedanken zu “[Book Journal] Ein ganz neues Leben – Jojo Moyes

  1. Hey Andrea 🙂

    schade, dass dir „Ein ganz neues Leben“ bisher nicht so gefällt. Ich fand das Buch auch schwächer als den ersten Band, aber konnte mich kaum noch an den ersten Band erinnern. Vielleicht hat mir das beim Lesen von „Ein ganz neues Leben“ geholfen 😉 Ich bin gespannt, ob du das Buch noch weiter liest und wie es dir letztendlich gefällt.

    Liebe Grüße
    Tatze

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    • Hi Tatze 🙂 Ja, ich hoffe auch, dass es mir noch ein bisschen besser gefallen wird! Es wäre wirklich sehr schade, wenn nicht… Ich werde es aber auf jeden Fall heute Abend noch zu Ende lesen und bald eine (hoffentlich bessere!) Rezension schreiben 🙂

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  2. Pingback: [Rezension] Ein ganz neues Leben – Jojo Moyes | abooklove

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