[amovielove] Mockingjay Part 2

Rezension

Triute von Panem Mockingjay 2

 


Worum gehts

Mockingjay Teil 2 ist die Fortsetzung von Mockingjay Teil 1 – was für ein geistreicher Satz. In diesem Film geht es um den finalen Kampf der Rebellen um Panem. An ihrer Spitze: Katniss Everdeen, besser bekannt als der Spotttölpel. Katniss‘ Liebe Peeta wurde erfolgreich aus den Fängen des Capitols gerettet, wo er unter psychologischer Folter stand und nun der festen Überzeugung ist, Katniss sei eine Mutation. Diese wird bei einem Angriff auf Distrikt 2 angeschossen und landet – mal wieder – auf der Krankenstation. Zunächst von Snow für tot geglaubt, schmuggelt sie sich heimlich in ein Hovercraft Richtung Capitol, wo sie Snow höchstpersönlich hinrichten will. Dort angekommen, wird sie in eine Soldatentruppe eingeteilt – mit dabei sind auch Gale, Finnick und Cressida mit ihrem Filmteam. Aber ganz so leicht können sie den Präsidentenpalast nicht erreichen, denn die Spielemacher haben in der gesamten Stadt tausende von Kapseln versteckt, die – ähnlich wie bei den Hungerspielen – tödliche Fallen auslösen. Oberst Boggs, Anführer des Erkundungstrupps, verfügt aber über ein Holo, eine holografische Karte, die alle Kapseln anzeigt. So kann das Team langsam und vorsichtig Richtung Präsidentenpalast aufbrechen. Nachdem sie die erste Nacht in einem ausgebrannten Haus verbringen, wird am folgenden Tag ein neues Mitglied zum Team gebracht: Peeta. Er erholt sich langsam von seiner Gehirnwäsche, hat aber immer noch Anfälle, die für die anderen sehr gefährlich sein können.
Katniss und ihr Team stolpern so durch das mit Fallen gespickte Capitol und verlieren auf dem Weg mehrere Mitglieder. Als sie durch eine von den Friedenswächtern ausgelöste Detonation (wieder einmal) für tot geglaubt werden, begibt sich das Team in den Untergrund, die Kanalisation von Panem. Dort werden sie bald von Mutationen angegriffen, die unter anderem Finnick in den Tod reißen. Die Überlebenden suchen Schutz bei einer Verbündeten Cressidas, Tigris. Am nächsten Tag werden alle Bewohner des Capitols gebeten, sich in den Präsidentenpalast zu begeben. Auch Katniss und Gale mischen sich vermummt in die Menge. Doch plötzlich treffen Kampftruppen der Rebellen ein und im Eifer des Gefechts wird zunächst Gale von den Friedenswächtern verschleppt, kurz darauf wird auch Katniss‘ Schwester Prim, die als medizinische Helferin vor Ort war, von einer Explosion getötet.

Katniss wacht auch einer Krankenstation auf. Haymitch erklärt ihr, dass sich das Capitol ergeben hat und Snow gefangen genommen wurde. Katniss wird in den Palast gebracht, wo sie auf Snow trifft. Dieser erklärt ihr, dass nicht er die letzte, tödliche Explosion verursacht hat, sondern dies vielmehr ein taktischer Schachzug von Coin war. Diese wiederum erklärt sich bei einem Treffen der Überlebenden zur Übergangspräsidentin von Panem und möchte anstatt einer Hinrichtung der Würdenträger des Capitols lieber symbolische Hungerspiele abhalten. Katniss stimmt dem unter der Bedingung, Snow eigenhändig töten zu dürfen, zu. Bei seiner Hinrichtung richtet sie ihren Pfeil in letzter Sekunde aber auf Coin und tötet sie damit.

Wer spielt mit

Die Besetzung des zweiten Teils unterscheidet sich im Grunde nicht von der Besetzung des ersten Teils. Die Rolle der Katniss Everdeen wird auch hier wieder von Jennifer Lawrence gespielt, die diesen Charakter einfach hervorragend umsetzen kann. Coin, gespielt von Julianne Moore, ist auch hier die intrigante Alma Coin, die sich hinterlistig an die Spitze Panems schmuggelt. Oh, ich kann diese Figur nicht ausstehen, Moore verkörpert sie wirklich hervorragend. Das gleiche gilt für Donald Sutherland alias Präsident Snow. Eine hervorragende Besetzung!

 

Was mir gefallen hat

Der letzte Teil der Tibute-von-Panem-Quadrilogie ist mit actionreichen Szenen gespickt. Explosionen, wohin man sehen sieht. Ganz besonders hat mir die Szene in der Kanalisation gefallen, als das Team von den Mutationen angegriffen wird. Man weiß genau, es wird etwas passieren – flüsternde Stimmen in der Ferne, das Team schleicht sich davon, die Gänge werden nur von Taschenlampen erleuchtet, düstere Musik. Ich wusste die ganze Zeit über Gleich passiert was, gleich werde ich erschrecken! Die Spannung ist enorm. Dann leuchtet Ltn. Jackson ein letztes Mal in den Kanal, wendet die Taschenlampe ab (das war der Moment, wo man weiß: JETZT passiert es) und BÄM, Mutanten! Trotz dieser Vorhersehbarkeit hat es mich so gerissen, dass ich fast an meinem Popcorn erstickt wäre.

Insgesamt ist die Dramatik in diesem Film sehr groß und ich wollte am liebsten mitschreien, als Prim von den Bomben zerrissen wird. Auch bei allen anderen Kapselfallen wurde ich mitgerissen und war von den Effekten begeistert.

Nebenher finde ich auch den Soundtrack sehr gut. Gänsehaut pur!

 

Was ich nicht so gut fand

Es gab zwar vieles, das mir an diesem Film gefallen hat, aber leider noch mehr, das ich nicht unbedingt gut fand. Ich frage mich wirklich, ob es unbedingt nötig war, das dritte Buch in zwei Filme aufzuteilen. Es hätte auch gereicht, an Teil 1 noch 30 Minuten dranzuhängen, und damit wäre die Story zu Ende erzählt gewesen. Vielleicht hätte man dann auch auf einige überflüssige, ultrakitschige Szenen verzichten können, wie Beispielsweise das Ende. Das war nämlich einfach nur langweilig und passte irgendwie nicht zum restlichen Film. Das Liebesdreieck zwischen der dauerschlechtgelaunten Katniss, dem schönen Gale und dem psychisch labilen Peeta nervte mich sogar irgendwann sehr, da zwischen den dreien einfach gar nichts passiert. Gale liebt Katniss, Katniss liebt Gale, aber sie bewegen sich null aufeinander zu. Katniss liebt aber auch Peeta, dieser ist aber nicht zurechnungsfähig und aggressiv, was alles ziemlich kompliziert macht. Als Peeta psychisch wieder etwas stabiler ist, wird von ihm und Gale immer nur das Ratespiel gespielt Sie liebt mich, sie liebt dich, sie liebt beide oder keinen, wen nimmt sie nur? – und Katniss liegt in der Ecke und schmollt.

Im Grunde ist der zweite Teil nur eine Wiederholung des ersten Teils mit wenig richtiger Handlung, denn diese besteht eigentlich nur aus einer übel gelaunten Katniss, die meistens auf der Krankenstation liegt, einigen Explosionen und emotional gekränkten Jungs. Schade!

Fazit

Flach, ziemlich monoton, ein wenig seelenlos, aber dafür mit einigen guten Effekte. Mockingjay 2 hätte nicht unbedingt sein müssen und schließt die großartige Saga um die Hungerspiele (um die es ja eigentlich gar nicht mehr geht) nicht besonders zufriedenstellend ab. Ich habe lange überlegt, ob ich dem Film nun zwei oder drei Sterne geben soll, aber da mich die Spezialeffekte teilweise ziemlich beeindruckt haben und die Quadrilogie insgesamt einfach wahnsinnig gut ist, entscheide ich mich doch für die bessere der beiden Alternativen.

Bewertung

4 herzen

… und etwas enttäuscht!

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