Bloggeralphabet 2016 – A wie Arbeit/Ausbildung

Hallo Ihr Lieben!

Heute habe ich (reichlich spät) eine tolle Bloggeraktion entdeckt, die sich über das ganze Jahr zieht, nämlich das Blogger-Alphabet von Neontrauma. Ich finde die Aktion wirklich sehr toll und werde da auf jeden Fall auch mitmachen 🙂

blogger-alphabet

Alle zwei Wochen gibt es einen neuen Buchstaben und damit ein neues Stichwort. Dabei geht es stets ums Bloggen und die Einflüsse, die der eigene Blog auf das Leben nimmt. 52 Wochen – 26 Buchstaben!

Eine Übersicht über alle Stichworte und Themen sind auf dem Blog von Neontrauma zu finden und natürlich sind alle Blogger herzlich eingeladen, bei dieser schönen Aktion mitzumachen. Ich finde, es ist eine wunderbare Gelegenheit, das Bloggen ein wenig zu reflektieren und vielleicht auch neue Dinge über sich selbst herauszufinden – ich bin echt gespannt, was es alles zu entdecken gibt!

So, lange Rede, kurzer Sinn: Das erste Thema lautet:

A wie Arbeit/Ausbildung. 

Dann mal los 🙂


 

Ein wirklich interessantes erstes Thema über den Einfluss des eigenen Blogs auf die Arbeit. Bei mir gibt es da nämlich keinen direkten, deutlich erkennbaren Einfluss. Im Moment studiere ich in meinem letzten Semester Linguistik und bastle fleißig an meiner Masterarbeit. Allerdings hat mich meine Leidenschaft zur Literatur zu meinem Studium geführt und das Studium hat mich wiederum zu meinem Blog geführt, also hängt doch alles ein wenig zusammen.

Ich habe schon immer gerne gelesen, keine Frage. Nach dem Abitur wollte ich aber etwas „Handfestes“ studieren, bei dem ich nach dem Studium auch wirklich etwas „bin“. Klingt sehr seltsam, ich weiß 😉 Deshalb habe ich mit einem Jurastudium angefangen und wollte Anwältin werden. Da habe ich aber sehr schnell gemerkt, dass es absolut gar nichts für mich ist. Und weil ich eine echt Affinität zur Literatur, zu Interpretationen und zur Sprache habe, wechselte ich nach 2 Semestern zu Germanistik. Dort habe ich dann sehr, sehr schnell gemerkt, wie gerne ich mit Sprache jongliere, also legte ich meinen Schwerpunkt auf Germanistische Linguistik. Während dieser Zeit habe ich auch intensiver mit dem kreativen Schreiben begonnen und meine ersten eigenen Kurzgeschichten verfasst – natürlich alles noch sehr holprig. Nach meinem Bachelorabschluss (mein BA-Thema hatte den tollen Titel „Beschimpfungen in sozialen Netzwerken“ – einfach herrlich!^^) habe ich an der gleichen Uni mit dem Masterstudium weitergemacht. Es ist kein rein linguistischer Studiengang, sondern eine gute Mischung aus Kultur, Linguistik und Soziologie, meinen Schwerpunkt legte ich aber erneut auf die Germanistische Linguistik – ich liebe Sprache einfach unglaublich arg! Meine Masterarbeit handelt nun von medizinischer Kommunikation – sehr interessant, aber auch sehr komplex. Trotzdem macht es viel Spaß 🙂 Leider ist es so, dass ich in meinem Studium kein direktes „Wissen“ anhäufen konnte (wie beispielsweise in einem BWL- oder Chemiestudium), dafür aber über unglaublich viele Softskills verfüge (wie beispielsweise Orthographie, Grammatik, Problemlösung, Analyse, wissenschaftliches Denken, soziale Kompetenz usw. – ja, das klingt sehr trocken, sorry!). Diese Dinge machen aus mir aber leider keine Anwältin, Chemikerin, Bäckerin oder Bürofachangestellte, die weiß, wie der Hase läuft und was zu tun ist. Ich bin ein Geisteswissenschaftler – und als ein solcher im Berufsleben Fuß zu fassen ist… echte Glückssache!

Während meines Studiums habe ich schnell gemerkt, dass ich später einmal in einem Verlag arbeiten möchte, am liebsten als Lektorin. Zwischendurch war ich auch für 6 Monate bei Tessloff in Nürnberg (Ihr kennt bestimmt die Was-ist-Was-Bücher, oder?). Das war eine wahnsinnig schöne Zeit und hat mich in meinem Berufswunsch nur mehr bestätigt. Allerdings stellt mich das auch vor ein ziemlich doofes Problem: Ich möchte nach meinem Studium nur sehr ungern hier wegziehen. Ich bin verheiratet, mein Mann hat einen sehr guten Job, den er nicht einfach sausen lassen kann, und somit kommt ein Umzug leider nicht in Frage für mich/uns. Hier in der Gegend gibt es aber auch einen Verlag (ein sehr bekannter!), allerdings ist es wirklich nicht leicht, dort ein Volontariat zu ergattern. Ich habe es schon oft versucht, wurde aber immer abgelehnt – obwohl ich die meisten Voraussetzungen erfülle. Davon lasse ich mich aber nicht entmutigen, schließlich führen viele Wege nach Rom. Momentan plane ich deshalb, mich als (sehr kleine, experimentierfreudige) Lektorin, Korrektorin und Texterin selbständig zu machen. Ein schwieriger Schritt, aber ich schaffe das. Und an dieser Stelle kommt nun ENDLICH mein Blog zum Zug: Denn Lesen, Rezensieren und allgemein Schreiben sind für mich einfach die ideale Übung, um meine Träume Wirklichkeit werden zu lassen.

Man sieht also: Das Bloggen und mein Studium/meine Jobpläne haben direkt nicht viel miteinander zu tun, wirken sich aber sehr positiv aufeinander aus. Ich habe schnell gemerkt, dass mir das Bloggen unheimlich viel Spaß macht und dass sich durch das Rezensieren nicht nur mein Blick auf Bücher verändert hat, sondern auch auf wissenschaftliche Texte – seien sie nun selber oder von hochrangigen Wissenschaftlern verfasst. Andersrum weiß ich durch mein Studium, worauf es beim Schreiben ankommt und wie ich mich richtig ausdrücken kann. Quid pro quo also!

So, das war nun ein wirklich langes Geschwafel. Glückwunsch, wenn Ihr es bis hierher geschafft habt! 😉 Aber nun wisst Ihr auch noch ein bisschen mehr über mich und meinen Werdegang und könnt Euch vielleicht ein besseres Bild machen – sofern es Euch natürlich interessiert 🙂


Macht Ihr auch beim Bloggeralphabet mit?
Oder, ganz anders: Habt Ihr vielleicht auch das Gleiche/etwas Ähnliches studiert wie ich und kommt Euch meine Geschichte hier bekannt vor? Dann können wir uns gerne einmal austauschen, ich freue mich da natürlich über jeden Erfahrungsbericht 🙂

Unterschrift

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Ein Gedanke zu “Bloggeralphabet 2016 – A wie Arbeit/Ausbildung

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