Caturday!

Caturday

Heute gibt es mal einen Beitrag der etwas anderen Art. Es geht nicht um Bücher, sondern um Katzen, denn heute ist für uns Caturday! Bescheuert, ich weiß. Aber da es am heutigen Samstag ganz genau ein Jahr her ist, als wir unsere beiden Stubentiger bekommen haben, möchte ich die Gelegenheit einfach mal nutzen und ein kleines Resümee zu den vergangenen absoluten katzengeladenen 365 Tagen zu schreiben.

Am 06. Februar 2015 war es für uns soweit. Nach langem Überlegen und noch längerer anschließender Suche machen wir uns endlich auf den Weg, um die beiden rot-weißen Stubentiger von einem Bauernhof in unser Zuhause zu holen. Sie sind gerade mal 15 Wochen alt und noch sehr neugierig. Es ist ein Geschwisterpärchen – ein Junge und ein Mädel. Und was ist seitdem geschehen? Unser Leben in diesen vier Wänden hat sich quasi um 180 Grad gedreht.

Dass Katzen unter Umständen keine besonders pflegeleichten Haustiere sein können, war mir schon immer bewusst, schließlich habe ich mein Leben lang mit Katzen gelebt. Aber diese beiden Ganoven sind wirklich eine ganz besondere Spezies. Auf welche Ideen sie manchmal kommen und was sie täglich so anstellen, überrascht uns immer wieder. Jeden Abend, wenn wir von der Arbeit nach Hause kommen, haben sie wieder etwas Besonderes für uns vorbereitet.

Das hat sich im letzten Jahr alles bei uns verändert:

  • Unsere Ledercouch und unser Lederbett haben nach einem Jahr Katzenbearbeitung nun den absoluten Vintage-Look. Mit vielen, schönen Löchern.
  • Pflanzen haben wir zum großen Teil aus der Wohnung verbannt. Und die, die wir stehen ließen, haben wir in Blech-Töpfe umgetopft, damit nichts mehr zu Bruch gehen kann.
  • Sämtliche Dekoartikel wurden aus der Wohnung entfernt.
  • Weihnachtsbäume haben es bei uns einfacher, wenn sie flach auf dem Boden liegen.
  • Meine Klamotten – ganz besonders die dunklen – sind stets mit Fell überzogen. Entsprechend ist unser Verbrauch an Fusselrollern extrem angestiegen.
  • Tiefe Kratzspuren sind an der Tagesordnung. Und nachts werden regelmäßig meine Zehen zerfleischt (und nur meine!).

 

In den letzten 365 Tagen haben wir so einiges mit den beiden erlebt. Manches war witzig, anderes eher nicht:

  • Als wir einmal von der Arbeit nach Hause kamen, war nur eine Katze anwesend. Wo ist die andere? Sie hat sich selber in meiner Unterwäscheschublade eingesperrt, die junge Dame.
  • Eines Tages hören wir ein Maunzen durch die gekippte Balkontür. Madame Schlaufuchs hat sich selber nach draußen befördert. Hinausklettern war gar nicht so schwer, aber wieder hinzukommen erfordert die Unterstützung des Menschen.
  • Katzenkämpfe gehören zum täglichen Fitnessprogramm. Wer dabei im Weg steht, verliert.
  • Klopapierrollen werden regelmäßig zerfetzt und in der kompletten Wohnung verteilt.
  • Wurst und Käse wandern nicht mehr in unseren Mund, sondern in den der Katzen.

 

Unsere Katzen sind nicht wie alle anderen, da sind wir überzeugt. Sie haben ihre ganz eigenen Charaktere, die mich immer wieder zum Staunen bringen. Eine kleine Zusammenfassung:

  • Der Kater liebt es, wenn ich ihn wie ein Baby herumtrage. Dabei kuschelt er sich in meine Arme und jammert, wenn ich ihn wieder absetzen will.
  • Die Katerin hingegen fühlt sich auf unseren Schultern am wohlsten. Wenn wir sie hochheben, klettert sie sofort dorthin und bleibt sitzen wie ein Papagei.
  • Katzenfutter, ganz egal welche Sorte, Marke oder Preisklasse, schmeckt grundsätzlich nie.
  • Wenn die Katerin schläft, bekommt sie mittendrin immer Kuschelanfälle. Dann maunzt sie wie blöde und schmust wie verrückt, aber auch nur für ein paar Minuten. Danach legt sie sich wieder hin und schläft weiter.
  • Die Katerin frisst gerne alles, außer Katzenfutter. Zu ihren Leibspeisen gehören Nudeln, Salat, Gurken, Brötchen, Bücher, Haargummis und meine Haare.
  • Der Kater ist da einfacher gestrickt. Hauptsache viel Fleisch, ab und zu – so als Zwischenmahlzeit – frisst er aber auch gerne mal wichtige Dokumente und Pappkartons.
  • Außerdem springt der Kater gerne auf Türen – ob geöffnet oder geschlossen. Und mit auf Türen meine ich wirklich oben drauf, auf 2,20m Höhe.
  • Außerdem öffnet er gerne Türen, Schubläden, Schränke und alle anderen Dinge, die man verschließen kann.
  • Wenn der Kater schläft, dann schläft er. Tief und fest. Dann kann man mit ihm machen, was man möchte. Es stört ihn nicht.
  • Der Kater ist immer äußerst besorgt um unser Wohlbefinden. Beispielsweise rettet er mich jeden Morgen heldenhaft vor dem Ertrinken in der Dusche.
  • Die beiden lieben außerdem Wasser. Sie stellen selber den Wasserhahn an und halten dann ihr Köpfchen darunter – einfach weil’s Spaß macht!

Das Leben mit Katzen ist aber nicht nur anstrengend. Es kann auch wunderschön sein:

  • Wenn morgens mein Wecker klingelt, kommt der Kater erst einmal zu mir uns kuschelt mich wach. Danach bekomme ich ihn gar nicht mehr weg von mir, weil er unbedingt gestreichelt werden möchte.
  • Die beiden sind am glücklichsten, solange einer von uns in der Nähe ist. Wir müssen einfach nur anwesend sein.
  • Die beiden als Haustiere zu haben, ist wie sich um ein Neugeborenes zu kümmern. Als der Kater kastriert wurde, wollte er immer nur auf meinem Bauch schlafen und nirgendwo anders. Manchmal hat er schlecht geträumt, dann musste ich ihn beruhigen. Ich war die halbe Nacht wach, nur um sein Pfötchen zu halten.
  • Einmal hatte der Kater auch einen echten Männerschnupfen. Ich dachte, ich müsste den Priester rufen und seine letzen Gebete sprechen lassen. Die Katerin hat er mit seinem Schnupfen natürlich angesteckt, aber sie trug das alles mit Fassung.
    Sie: „Hatschiiii!“ – „Gesundheit, Mäuschen! Geht’s dir nicht gut?“ – „So ein Quatsch, Menschenfrau! Partyyyyyyyy!“
    Er: „HatschiHatschiHatschiHatschiHatschiiiiiiSchniiiiieeeeeef!“ – „Gesundheit, mein Liebling! Geht’s dir nicht gut?“ – „Mama, ich steeeeeerbe!“ Männer eben.

 

Ihr seht schon: Das Leben mit Katzen ist anstrengend, aber auch wunderschön. Ich würde die beiden für nichts in der Welt mehr hergeben.

Leo und Penny – echte Katzenunikate.

 

Caturday Pic

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5 Gedanken zu “Caturday!

  1. Hey Andrea,

    was für ein süßer, toller Text! Man merkt, wie sehr du eure Stubentiger liebst 🙂 Wir hätten ja auch so gerne eine Katze, aber überhaupt keinen Platz für so einen Kuschelball. 😦

    Liebste Grüße,
    Tati

    Gefällt 1 Person

    • Hey Tati 🙂
      Danke! Das wollte ich mit dem Text auch ausdrücken 🙂 Auch wenn’s für manche nur bescheuert klingt 😀
      Wir wollten auch jahrelang eine Katze, hatten aber auch nie Platz oder der Vermieter hat’s nicht erlaubt. Dann sind wir umgezogen, durften Haustiere halten und es war auch genau die richtige Zeit dafür 🙂 Der perfekte Zeitpunkt kommt schon irgendwann 🙂
      Liebste Grüße!

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